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Rentenberechnung

Immer wieder ist seit einiger Zeit zu hören und zu lesen: Die Leute machen sich völlig falsche Vorstellungen von der Altersrente die sie zu erwarten haben.
Wieso eigentlich? Rentenberechnung ist kein Hexenwerk, jeder kann sich seine Rente wenigstens ungefähr ausrechnen!
Dieser obige Satz ist wahrscheinlich einem cleveren Versicherungsvertreter eingefallen, der seine Klienten für eine Kapitalversicherung weich machen will. Was mit einer solchen Altersvorsorge vielleicht schon beim nächsten Börsenkrach passiert, hat er dabei übersehen. Die Liste der unschönen Ereignisse ist lang: deutsche Inflation, schwarzer Freitag, Währungsreform, dotcom-Blase, Lehman-Pleite, und gerade jetzt die schleichende Enteignung durch die Niedrigzins-Politik der EZB, die jedes Renditeverspechen für halbwegs sichere Kapitalanlagen zu Makulatur werden lässt.
Ganz tolle Erfahrungen damit haben in den letzten Jahren amerikanische Ruheständler gemacht. Da muss heute Mancher mit der Hälfte dessen auskommen, was er vor zehn Jahren zu haben glaubte, oder noch weniger wenns ganz dumm gelaufen ist.
Anders als so mancher selbst ernannte „Berater“, habe ich keinerlei wirtschaftliche Interessen.
Berechnen Sie hier Ihre Rentenerwartung aus der „Gesetzlichen“, entscheiden Sie dann!

Auf dieser Seite werden zwei Wege aufgezeigt, eine Überschlagsrechnung und eine genaue Berechnung.


Rentenformel für Eilige:

Monatliche Altersrente = Beitragsjahre × 25 Euro

Das gilt für einen Durchschnittsverdienst in Ostdeutschland, für Westdeutschland rechnen Sie 10% hinzu. Wo der Durchschnitt in den Jahren seit 1951 lag, können Sie in der unten stehenden Tabelle sehen. Haben Sie mehr verdient oder weniger, ermitteln Sie eine durchschnittliche Prozentzahl und verrechnen diese mit dem Ergebnis von oben. Haben Sie immer über der Bemessungsgrenze verdient, multiplizieren Sie das Ergebnis von oben mit 1,8.

Beispiel: Sie haben in Westdeutschland 40 Jahre lang immer geschätzte 30% über dem Durchschnitt verdient:
      40 × 25 × 1,1(West) × 1,3 = 1430 Euro, wenn Sie jetzt die Regelaltersgrenze erreicht hätten.
Das ist natürlich über den ganz dicken Daumen gepeilt, aber die Frage „1000 oder 2000?“ ist damit beantwortet. Wenn Sie es genauer wissen wollen, lesen Sie weiter.

Noch ein kleiner Eckpunkt: Wer immer soviel wie der Durchschnitt aller Versicherten verdient und 40 Jahre Pflichtbeiträge gezahlt hat, erhält nach gegenwärtiger Rechtslage beim Erreichen der Regelaltersgrenze eine monatliche Rente von  Euro in Westdeutschland bzw.  Euro in Ostdeutschland.

Die Rentenformel ist eine völlig lineare Angelegenheit, das heißt: Wer mehr oder weniger Beiträge einbezahlt hat, erhält eine entsprechend proportional höhere oder niedrigere Altersrente.


Grundsätzliches

Die Rentenformel:

Monatsrente = Rentenartfaktor × aktueller Rentenwert × persönliche Entgeltpunkte

Weitere wichtige Begriffe des Rentenrechts:


Rente berechnen

Hier können Sie Ihre Rentenerwartung recht genau berechnen.

Nach den Ausführungen in Grundsätzliches ist der Rentenartfaktor und der aktuelle Rentenwert schnell festgelegt. Es bleibt die Ermittlung der persönlichen Entgeltpunkte. Die unten stehende Tabelle kann Ihnen diese Rechnerei abnehmen. Dazu müssen Sie ihre Rentenunterlagen möglichst komplett vorliegen haben.
Tipp: Diese Seite abspeichern, sie funktioniert auch offline.

Hinweise zum Ausfüllen der Tabelle.

Bei einem einigermaßen geradlinigen Verlauf: Ausbildung - Arbeit - evtl. Arbeitslosigkeit - Rente, liefert es Ergebnisse mit ausreichender Genauigkeit.
In meinem eigenen Fall - diese Seite entstand aus persönlichem Interesse heraus - ermittelte die BfA nach einem Vesicherungsverlauf von 48 Jahren eine knapp 0,5% höhere Rente als hier berechnet. Das ergab sich hauptsächlich durch die Bewertung von Ausbildungszeiten.

Der Durchschnittsbeitrag der Versicherten für das laufende und die beiden vorhergehenden Jahre sind vorläufige Werte; sie können sich noch ändern und tun das auch in aller Regel. Die entsprechenden Zeilen in der Tabelle sind farblich abgesetzt.

Die Berechnung über das laufende Jahr hinaus geschieht durch einfaches Fortschreiben der letzten verfügbaren Werte. Das Ergebnis einer solchen Vorausberechnung kann natürlich nur einen groben Anhalt liefern.

Datenschutz

Weder Daten, die Sie auf dieser Seite eingeben, noch andere persönliche Informationen verlassen ihren Computer. In die Tabelle eingegebene Daten können in einem cookie auf Ihrem Computer abgespeichert werden, um sie später wieder hochzuladen. Das soll Ihnen das wiederholte Eingeben der selben Daten ersparen. Das cookie dient keinem anderen Zweck und wird niemals ausgewertet. Wollen Sie trotzdem ganz sicher sein, tun Sie folgendes:
Persönliche Entgeltpunkte laut Versicherungsverlauf für das Jahr .
Weiter mit Tabulatortaste.
Wegen der Übersichtlichkeit wird nur ein kleiner Teil der Tabelle angezeigt. Wählen Sie das erforderliche Startjahr:
1951 1961 1971 1981 1991 2001

Für die Ausführung wird JavaScript benötigt!
Es sind nur Zifferneingaben, ganze Zahlen ohne Pfennige bzw. Cent zugelassen.
Beträge bis 2001 in Mark, ab 2002 in Euro.

Jahr Durchschnitt Bemessungsgrenze Auswahl Jahresbrutto Ost/West
Entgeltpunkte
 
1951
 1952 
 1953 
 1954 
 1955 
 1956 
 1957 
 1958 
 1959 
 1960 
 1961 
 1962 
 1963 
 1964 
 1965 
 1966 
 1967 
 1968 
 1969 
 1970 
 1971 
 1972 
 1973 
 1974 
 1975 
 1976 
 1977 
 1978 
 1979 
 1980 
 1981 
 1982 
 1983 
 1984 
 1985 
 1986 
 1987 
 1988 
 1989 
 1990 
 1991 
 1992 
 1993 
 1994 
 1995 
 1996 
 1997 
 1998 
 1999 
 2000 
 2001 
 2002 
 2003 
 2004 
 2005 
 2006 
 2007 
 2008 
 2009 
 2010 
 2011 
 2012 
 2013 
 2014 
 2015 
 2016 
 2017 
 2018 
 
Werden Sie Ihre Rente in Ost- oder Westdeutschland beziehen 












Das Programm hinter dieser Tabelle berücksichtigt nicht alle Feinheiten des Rentenrechts. Deshalb:

Ohne Gewähr!

Sie haben   persönliche Entgeltpunkte ×  Euro Rentenwert ergibt:
eine Rentenerwartung von  Euro monatlich beim gesetzlichen Rentenbeginn (Regelaltersgrenze),
eine Rentenerwartung von  Euro monatlich bei Rentenbeginn mit 65 Jahren,
eine Rentenerwartung von  Euro monatlich bei Rentenbeginn mit 64 Jahren,
eine Rentenerwartung von  Euro monatlich bei Rentenbeginn mit 63 Jahren,
eine Rentenerwartung von  Euro monatlich bei Rentenbeginn mit 62 Jahren,
eine Rentenerwartung von  Euro monatlich bei Rentenbeginn mit 61 Jahren,
eine Rentenerwartung von  Euro monatlich bei Rentenbeginn mit 60 Jahren,
nach heutigem Recht. 

zum Anfang der Tabelle

Aus Arbeitslosigkeit heraus oder nach Altersteilzeit ist es möglich, bereits mit 60 Jahren Altersrente zu beziehen. Dabei werden allerdings Rentenabschläge von 0,3% pro Monat gemacht. Dieser Abschlag wirkt sich erheblich aus, wie aus der Ergebnistabelle zu ersehen ist. Weil auch die Beitragszahlungen für die Jahre des vorzeitigen Ausscheidens aus dem Erwerbsleben fehlen, vermindert sich die Altersrente insgesamt erheblich!
Die sogenannte Rente mit 67 hat vorerst noch keine große Auswirkung, aber das wird sich ändern je mehr wir uns dem Jahr 2031 nähern.

Rentner haben auch Abzüge!

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Haben Sie Fragen oder Anregungen: Post an mich
Ich kann allerdings keine Fragen zum Rentenrecht beantworten. Diese Seite ist eine Umsetzung dessen, was ich auf den Internetseiten der Deutschen Rentenversicherung (früher BfA und LVAs) gelesen habe.


Änderungsstand: 2014-06-18 - Neue Rentenwerte ab 2014-07-01
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Technischer Stand: